Das neue Fenster des Kölner Doms wurde heute bei einem Festgottesdienst in Anweseheit von über 1000 Gästen enthüllt. Der Kölner Künstler Gerhard Richter (75) hat das neue Fenster für die gotische Kathedrale geschaffen.
Das Domfenster besteht aus einer 113 m² großen Fläche, die in 20 Metern Höhe im Mauerwerk des Doms eingelassen ist. Es besteht aus tausendfachen kleinen bunten Quadraten, die Gerhard Richter aus 80 Farben zusammengesetzt hat. Die Farbgebung des neuen Fensters nimmt Bezug auf die bereits bestehenden Farbstrukturen des noch bestehenden mittelalterlichen Dom-Fensters.
Es ersetzt ein Ersatz aus den Nachkriegsjahren, das allgemein als zu hell empfunden wurde.
Ursprünglich war eine Motiv-Darstellung angedacht worden, die Märtyrer des 20. Jahrhunderts zeigen sollte. Von der gegenständlichen Fassung ist man abgekommen und hat sich auf die bildlose Darstellung von vor 1322 besonnen. Die Darstellung von konkreten Figuren hat erst seit der Weihe des Dom-Chores im Jahr 1322 Einzug in den Kölner Dom erhalten.
Das neue Domfenster des Kölner Doms hat 370000 Euro gekostet. Diese sind durch Spenden zusammengekommen. Der international bekannte Künstler Gerhard Richter, Ehrenbürger der Stadt Köln, hatte unendgeldlich gearbeitet.
Das Fenster zum Dom
Samstag, 25. August 2007
Köln: Museum Ludwig zeigt Balthus-Ausstellung "Aufgehobene Zeit"
Das Kölner Museum Ludwig zeigt vom 18. August bis zum 4. November die erste Einzelausstellung der Werke des französischen Malers Balthus. Balthus hieß eigentlich Balthasar Klossowki (1908-2001) und obwohl er in Deutschland kaum bekannt ist, ist sein Name doch teilweise mit "Unsittlichkeit" verbunden.
Die Ausstellung "Aufgehobene Zeit" zeigt Werke aus Balthus Schaffensperiode zwischen 1932 bis 1960. 1934 rief Baltus mit einem Mädchenbild "Das Opfer" einen Skandal hervor: "Das Opfer" lag entweder "entseelt" oder "ohnmächtig" - jedenfalls erkannten die Betrachter darin sofort eine erwachende Sexualität junger Mädchen, die mit erahnbarer Gewalt konfrontiert wurde. Balthus malte weitere "Mädchenbilder", die sich durch ihren leicht schlüpfrigen Charakter auszeichneten. Er stellte das Pin-up in einer klassischen Maltechnik dar. Auf diese Weise verhinderte Balthus das Abgleiten seiner Werke ins Vulgäre, schuf aber einen Kontrast zwischen der bekannten und erhabenen Kunst durch die technische Ausführung und der Darstellung - sei es nur durch einen etwas zu hoch gerutschten Rock, einer als "Erotisme" bezeichneter Abbildung. Der Kunst-Betrachter wurde auf diese Art und Weise zum Voyeur.
Balthus selbst gab seinem Stil den Namen "zeitlosen Realismus": In einer Zeit, als der Surrealismus populär war, malte Balthus altmeisterlich französisch klassizistisch.
Im Museum Ludwig sind 25 Gemälde und 50 Zeichnungen zu sehen. Geöffnet ist das Museum Ludwig von 10 bis 18 UHr, täglich ausser montags.
Infos zu Balthus
Die Ausstellung "Aufgehobene Zeit" zeigt Werke aus Balthus Schaffensperiode zwischen 1932 bis 1960. 1934 rief Baltus mit einem Mädchenbild "Das Opfer" einen Skandal hervor: "Das Opfer" lag entweder "entseelt" oder "ohnmächtig" - jedenfalls erkannten die Betrachter darin sofort eine erwachende Sexualität junger Mädchen, die mit erahnbarer Gewalt konfrontiert wurde. Balthus malte weitere "Mädchenbilder", die sich durch ihren leicht schlüpfrigen Charakter auszeichneten. Er stellte das Pin-up in einer klassischen Maltechnik dar. Auf diese Weise verhinderte Balthus das Abgleiten seiner Werke ins Vulgäre, schuf aber einen Kontrast zwischen der bekannten und erhabenen Kunst durch die technische Ausführung und der Darstellung - sei es nur durch einen etwas zu hoch gerutschten Rock, einer als "Erotisme" bezeichneter Abbildung. Der Kunst-Betrachter wurde auf diese Art und Weise zum Voyeur.
Balthus selbst gab seinem Stil den Namen "zeitlosen Realismus": In einer Zeit, als der Surrealismus populär war, malte Balthus altmeisterlich französisch klassizistisch.
Im Museum Ludwig sind 25 Gemälde und 50 Zeichnungen zu sehen. Geöffnet ist das Museum Ludwig von 10 bis 18 UHr, täglich ausser montags.
Infos zu Balthus
Berliner Schloßplatz: Entwürfe
Bilder zu den Entwürfen der temporären Kunsthalle auf dem Berliner Schloßplatzes
(siehe auch) sind hier zu sehen:
Berliner Schloßplatz vor Baubeginn Humboldt-Forum
(siehe auch) sind hier zu sehen:
Berliner Schloßplatz vor Baubeginn Humboldt-Forum
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