Eine Allianz von mehr als 40 Bibliotheken hat den 2. September zum "1. Nationalen Aktionstag zur Erhaltung des schriftlichen Kulturguts" erklärt. Aufmerksam machen wollen die Bibliothekare auf die Vernichtung von Büchern, Manuskripten, Notenblätter und ähnliches, das zwischen etwa 1860 und 1970 zu Papier gebracht wurde. Das Papier aus jener Zeit ist nämlich so stark säurehaltig, dass es langsam zersetzt wird.
Aber die Bibliothekare kämpfen mir mehr, mit Umständen, die eigentlich leichter zu beheben sein. In manchen Beständen vernichten Schimmel und Insekten wertvollen Manuskripte, in originalen Notenblätter rostet die eisenhaltige Tinte und digitale Datenträger werden unlesbar.
Experten klagen seit Jahren darüber, die Resonanz ist gering. Manche Experten sprechen schon jetzt vom verlorenen Jahrhundert, wenn sie das 20. Jahrhundert meinen, da die meisten Dokumenete nicht zeitbeständig sind: Sei es nun durch das säurehaltige Papier oder die digitalen Datenträger.
Der Tag, an dem darauf nun jährlich aufmerksam gemacht werden soll ist mit viel Symbolkraft belegt: 2004 brannte am 1. September die Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar nieder. Die Restauration geretteter Werke wird vermutlich Jahre bis Jahrzehnte dauern.
Als Gegenmaßnahme gegen den Verlust des Kulturgutes wird gefordert, in ganz Europa auf säurefreiem Papier zu drucken und in sammelden Institutionen nicht nur publikumsträchtig Neuheiten zu erwerben, sondern auch einen höheren festen Betrag für den Bestandsschutz zu veranschlagen.
Sonntag, 2. September 2007
Oberhausen: Napoleon - Genie und Despot
Bis zum 16. September ist im Oberhausener Schloß, Ludwiggalerie, die Ausstellung "Napoleon - Genie und Despot" zu sehen. Damit endet die Ausstellung eine Woche eher als geplant. Baumaßnahmen führen zu der Verkürzung der Ausstellungszeit.
Napoleon ist bis heute eine Figur der Geschichte, die polarisieren kann: Wenn man einerseits nur den Feldherrn und Eroberer oder andererseits nur den Staatsreformer und Verbreiter der Menschenrechte sieht.
Die Ausstellung "Napoleon - Genie und Despot" im Oberhausener Schloß greift den zwiespältigen Blick auf Napoleon auf: Sie dokumentiert in etwa 180 Darstellungen vom idealisierten Herrscherbildnis bis zur beißenden Satire, von der heroischen Büste zur dreisten Karikatur die Sichtweisen der zeitgenößischen Künstler in ihren Werken und zeichnet auf diese Weise Napoleon Bonapartes Weg von seinen Anfängen als Feldherr über die Kaiserkrönung bis zur Verbannung nach.
Konrad-Adenauer Allee 46, 46042 Oberhausen
Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 11-18 Uhr, montags geschlossen.
Napoleon ist bis heute eine Figur der Geschichte, die polarisieren kann: Wenn man einerseits nur den Feldherrn und Eroberer oder andererseits nur den Staatsreformer und Verbreiter der Menschenrechte sieht.
Die Ausstellung "Napoleon - Genie und Despot" im Oberhausener Schloß greift den zwiespältigen Blick auf Napoleon auf: Sie dokumentiert in etwa 180 Darstellungen vom idealisierten Herrscherbildnis bis zur beißenden Satire, von der heroischen Büste zur dreisten Karikatur die Sichtweisen der zeitgenößischen Künstler in ihren Werken und zeichnet auf diese Weise Napoleon Bonapartes Weg von seinen Anfängen als Feldherr über die Kaiserkrönung bis zur Verbannung nach.
Konrad-Adenauer Allee 46, 46042 Oberhausen
Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 11-18 Uhr, montags geschlossen.
Kassel: Begleitausstellung zur documenta 12
Die Begleitausstellungen der katholischen und evangelischen Kirche zur documenta 12 verzeichnen hohe Besucherzahlen. "com/PASSION" von Katarina Veldhues und Gottfried Schumacher in der katholischen Kirche Sankt Elisabeth bisher 17.500 Besucher, die Ausstellung "Vision und Audition" hatten zur Halbzeit Anfang August mehr als 15.000 Besucher gesehen.
"Vision und Audition" hat sich der Begegnung von Kunst und Religion verschrieben und stellt im Rahmen eines religiösen künstlerischen Experimentes die Frage nach der Aktualität von Wort, Bild und Klang. In der Kasseler Martinskirche und der Karlskirche arbeiten die internationale Künstler-Gruppe aus Patrycja German (Polen), Sigalit Landau (Israel), Yves Netzhammer (Schweiz), Julia Oschatz (Deutschland) und Jay Schwartz (USA) in der Ausstellung zur Medienkunst.
Die Ausstellung "com/PASSION" ist bis zum 30. September täglich von 11 bis 20 Uhr, am Sonntag von 13 bis 20 Uhr geöffnet, die Ausstellung "Vision - Audition" ist noch bis zum 23. September 2007 täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet.
Nachtrag: Zur documenta gibt es hier Fotomaterial und Biografien der Künstler.
"Vision und Audition" hat sich der Begegnung von Kunst und Religion verschrieben und stellt im Rahmen eines religiösen künstlerischen Experimentes die Frage nach der Aktualität von Wort, Bild und Klang. In der Kasseler Martinskirche und der Karlskirche arbeiten die internationale Künstler-Gruppe aus Patrycja German (Polen), Sigalit Landau (Israel), Yves Netzhammer (Schweiz), Julia Oschatz (Deutschland) und Jay Schwartz (USA) in der Ausstellung zur Medienkunst.
Die Ausstellung "com/PASSION" ist bis zum 30. September täglich von 11 bis 20 Uhr, am Sonntag von 13 bis 20 Uhr geöffnet, die Ausstellung "Vision - Audition" ist noch bis zum 23. September 2007 täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet.
Nachtrag: Zur documenta gibt es hier Fotomaterial und Biografien der Künstler.
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